arthrosemittel aminosäuren vitamine selenWer seine Gelenke gesund erhalten will, der muss dafür sorgen, dass die Regenerationsprozesse nicht ins Stocken geraten. Glucosamin, Chondroitin und Omega-3 Fettsäuren sind zwar gute Entzündungshemmer und liefern wichtige Bausteine für den Knorpelaufbau. Aber es sind nicht die einzigen Bausteine im Stoffwechsel. Auch schwefelhaltige Aminosäuren, Vitamin C und Vitamin E, Selen, Zink und Mangan sind wichtige Teile des Stoffwechsels.

Eine Kette kann nur so stark sein wie ihr schwächstes Glied. Das ist im Stoffwechsel dasselbe: ein Vorgang kann vom Körper nur optimal ausgeführt werden, wenn alle notwendigen Nährstoffe dafür ausreichend zur Verfügung stehen.

Eventuell werden Sie jetzt denken: “Mag schon sein. Aber ich nehme genügend Vitamine über die Ernährung zu mir.“. Wenn das wirklich so ist: Herzlichen Glückwunsch! Sie sind dann nämlich in der Minderheit. Eine große, von der Bundesregierung beauftragte Studie an 20.000 Deutschen hat ihre Ernährungsgewohnheiten untersucht und die Einnahme von Vitaminen gemessen. Das Ergebnis: Trotz der Einnahme von Nahrungsergänzungen durch einen Teil der Menschen wurden immer noch bei rund 90% einen Vitamin D Mangel haben, 80% einen Folsäuremangel, und bei 50% wurde ein Vitamin E-Mangel und bei 30% ein Vitamin C Mangel festgestellt. Bei Eisen ist es knapp ein Viertel der Bevölkerung, andere Nährstoffe sehen in der Realität nicht viel besser aus. (Quelle: http://www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf Seite 107 ff.) Der Mangel ist also nicht auf wenige, sich besonders ungesund ernährende Menschen beschränkt, sondern völlig normal. Und bei älteren Menschen ist Vitaminmangel deutlich stärker ausgeprägt als bei jungen Erwachsenen.

Auf die folgenden Vitamine sollten Sie deshalb besonders bei Ihrer Ernährung achten. Um sich sicher zu sein, die Nährstoffe auch ausreichend einzunehmen, sind grundsätzlich Nahrungsergänzungen empfehlenswert. Ein gutes Arthrosemittel ist jedenfalls nicht komplett ohne diese Mikronährstoffe.

Vitamin C

Etwa ein Drittel der älteren Menschen nimmt viel zu wenig Vitamin C zu sich. 100mg benötigen wir täglich, führende Ernährungswissenschaftler empfehlen bis zu 1.000 mg täglich. Vitamin C (Ascorbinsäure) ist aber zentral für unser Immunsystem und hilft so, entzündliche Vorgänge im gesamten Körper und damit auch im Gelenk zu regulieren und stoppen.

Zudem ist Vitamin C wichtig für den Aufbau von Kollagen und Strukturen rund um das Gelenk.

Vitamine sind insgesamt sehr sichere Nahrungsergänzungen. Eine Überdosierung ist kaum möglich. Vitamin C macht da keine Ausnahme: erst wenn Sie über 3.000 mg zu sich nehmen, könnte sich Ihr Magen durch die leichte Übersäuereung bemerkbar machen. Gegenmaßnahme: etwas Wasser trinken und die Einnahmemenge besser auf den Tag verteilen. Empfehlenswert sind etwa 150 mg Vitamin C als tägliche Grundversorgung.

Vitamin E

Vitamin E schützt wie Vitamin C ide Zellen vor oxidativem Stress. Dieser ocidative Stress entsteht bei Belastungen oder Entzündungen und schädigt Gewebe. Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin und dringt an andere Stellen als das wasserlösliche Vitamin E vor.

Zudem kann Vitamin E hochdosiert helfen, den Schmerz zu lindern.

Etwa jeder zweite Bundesbürger nimmt zu wenig Vitamin E zu sich. Auch Vitamin E ist ein sehr sicheres Vitamin, Studien werden oft mit 400mg täglich durchgeführt, mit 36 mg pro Tag = 300% der täglichen Mindestverzehrsmenge haben Sie schon eine gute Grundversorgung.

Vitamin D

Vitamin D wird hauptsächlich durch Sonnenstrahlung in der Haut gebildet. Allerdings langt dazu nicht nur normales Tageslicht, wie es in geschlossenen Räumen vorliegt. Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 10 nimmt der Haut bereits 98% der Fähigkeit, Vitamin D zu produzieren. Auch Abendsonne ist nicht effektiv genug. Und so kommt es, dass 90% der Menschen zu wenig Vitamin D im Blut aufweisen.

Die Folgen von Vitamin D Mangel: Es kann nicht genügend Kalzium im Blut gebunden und zu den Knochen transportiert werden. Die Knochen verlieren an Masse und Struktur bis sie brechen. Medizinisch ist der Vorgang bereits ab dem 30ten Lebensjahr festzustellen, die Knochenbrüche aufgrund der Osteoporose treten aber meist ab dem 60ten Lebensjahr auf.

Zudem benötigt das Immunsystem dringend Vitamin D.